28.09.2011 15:20 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Rheuma-Medizin: Risiko für die Zahnbehandlung


Viele Arzneimittel die Rheumatiker gegen Entzündungen einnehmen müssen, schwächen das Immunsystem. Diese Immunsuppressiva können nach einer Behandlung beim Zahnarzt Behinderungen in der Wundheilung und Wucherungen am Zahnfleisch hervorrufen, erläutert die Direktorin der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde in Mainz, Prof. Britta Willershausen.

 

Bespricht der Patient vorher seine Erkrankung mit dem Zahnarzt, so können eigens auf ihn abgestimmte Therapiemaßnahmen angewandt werden. Doch nicht nur die Arzneien, die die Betroffenen zu sich nehmen, gefährden den Zahnarztbesuch. Leidet eine Person unter starkem Rheuma, so hat sie oft Schwierigkeiten den Mund weit genug für die Untersuchung zu öffnen. Hierbei kann eine Beißschiene helfen, die den Patienten entlastet.

Einige Rheumatiker weisen taschenförmige Verdickungen des Zahnfleisches auf. Besonders die professionelle Prophylaxe oder die Behandlung von Parodontose können an dieser Stelle Schwierigkeiten bereiten. Wird dies vorher mit dem Arzt abgesprochen, kann er den Ablauf dieser Verfahren dementsprechend anpassen. Rheumapatienten sollten daher unbedingt vorher mit dem behandelnden Zahnarzt über Ihre Erkrankung sprechen.