09.09.2011 14:01 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Arbeitsgruppe sucht nach Naturstoff gegen Parodontitis


Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparats. Ergreift man bei Auftreten dieser Erkrankung keine Maßnahmen, kann Zahnverlust die Folge sein. Wissenschaftler der Universitäten Münster und Düsseldorf erhalten nun aus Europa und vom Land Nordrhein-Westfalen Fördergelder, um ein Mittel zur Prophylaxe von Parodontitis zu entwickeln.


Bisher erfolge die Diagnose von Parodontitis oft erst nach dem Auftreten später klinischer Symptome wie Zahnlockerung und Abszess-Bildung. Die dann notwendige Behandlung ist aufwendig und teuer, so der Projektleiter Prof. Dr. Andreas Hensel vom Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie der Universität Münster. Ein Prophylaxemittel könnte vieles vereinfachen.


Bisher weiß die Forschung, dass das Bakterium Porohyromonas gingivalis als Auslösefaktor von Parodontitis eine entscheidende Rolle spielt. Dieses Bakterium kann sich an Zellen des Zahnfleisches anlagern und so eine selten rückgängig zu machende Entzündungen und Zerstörung des Zahnhalteapparats nach sich ziehen, die schließlich zum Zahnausfall führt.


Die neue Forschungsgruppe aus Nordrhein-Westfalen möchte diesen Anlagerungsprozess mit einem neuen Wirkstoff verhindern. Einige Pflanzenextrakte und Stoffe aus Pflanzen kommen dafür infrage. Dieser präventive naturheilkundliche Ansatz mit interdisziplinärer Vorgehensweise stieß auf Lob aus allen Bereichen.