15.07.2011 09:45 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Bald verringerte Heilungszeit für Zahnimplantate?


Wissenschaftler der Universität Göteburg haben es geschafft, die Oberfläche von Titanimplantaten auf Nano-Ebene zu untersuchen. Vorher war dies nur auf Mikro-Ebene möglich gewesen. Die Erkenntnisse könnten nun in die Produktion von Zahnersatz Einzug erhalten.

 

Der Gesamtansatz bei den Forschungen lag darin, dass durch die Veränderung der Leitfähigkeit der Implantate auf Nano-Ebene der Heilungsprozess des Körpers bestärkt werde. Die Eigenschaften der dünnen Oxid-Schicht des Titans sind ausschlaggebend dafür, wie gut ein Implantat mit Knochen verheilt. Daher wird Titan in Abgrenzung von anderen Stoffen vom Körper nicht abgestoßen.

 

Sobald das Implantat im Knochen verankert ist, wirkt es in mechanischer Art auf den Knochen ein, so dass dieser sich aufgrund der biomechanischen Stimulation partiell neu bildet. Die Topografie der aktuellen Implantate ist meist rau, da dies mehr Vorteile im Vergleich zu glatten bietet. Daher muss die Oberfläche genau gemessen und beschrieben werden.

 

Die Forscher hatten nun die Möglichkeit, theoretische Vermutungen zur Verankerung des Knochens bei verschiedenen Oberflächentopografien zu äußern. Außerdem untersuchten sie die Leitfähigkeit von Titan. Sie kamen zum Ergebnis, dass durch eine leicht höhere Leitfähigkeit eine bessere Zellreaktion erfolgt und für den Heilungsprozess wichtige Mineralien früher abgelagert werden.

 

Dies deckt sich mit früheren Studien. Es zeigt sich, dass Oberflächen mit guter Nanostruktur effektiver auf knochenformende Mineralien reagieren.