17.08.2011 13:01 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Forderung eines Amalgamverbots bleibt ohne Folgen


Der Europarat in Straßburg forderte den Einsatz von Schwermetallen in der Medizin und damit auch des in der Zahnmedizin verwendeten Amalgams zu unterbinden oder wenigstens einzuschränken. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gibt jedoch bekannt, dass diese Forderung rechtlich nicht bindend sei.


Bereits im Mai diesen Jahres ging dieser Appell ein, nachdem Norwegen und Schweden bereits vor wenigen Jahren mit einem guten Beispiel vorangegangen sind. So nahm der Europarat einen Bericht an, indem eine Aufforderung gestellt wurde, die künftige Verwendung von Schwermetallen zu umgehen. In den Fällen, in denen kein anderes Material einsetzbar sei, sollen die Nutzer in die Pflicht genommen werden, Schutz- oder Filterverfahren einzusetzen.


Nun macht die BZÄK jedoch deutlich, dass diese Entscheidung rechtlich nicht verpflichtend sei. Zudem ist die Schwermetallresolution zu unpräzise, um rechtliche Auswirkungen zu haben. Die Forderung sollte trotz mangelnder Auswirkung auf nationaler Ebene, als ein Postulat für die einzelnen Mitgliedsstaaten Europas gesehen werden. Die Staaten können dieses als Denkanstoß für neue gesetzliche Maßnahmen ansehen. Des Weiteren laufen bereits Verhandlungen auf UN-Ebene über eine globale Einigung zur Verwendung von Quecksilber.