08.07.2011 10:31 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Neue Methode gegen Infektion an Zahnimplantaten


In Zürich haben Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt, das effizient die Bakterien tötet, die Entzündungen an Zahnimplantaten verursachen. In der Fachzeitschrift PloS ONE stellten sie eine ungewöhnliche Methode vor. Dabei setzt der Experte die Titanschraube eines Zahnimplantats unter Strom.

Was sich zunächst merkwürdig anhört, kann höchst effektiv sein. Bei richtiger Dosierung des Stroms werden bei einer 15-minütigen Behandlung 99 Prozent der Krankheitserreger am Zahn abgetötet. Der Patient spüre dabei von den wenigen Milliampere Strom so gut wie nichts. Höchstens durch leichtes Muskelzucken könne es sich äußern, so die Zahnmediziner.

2009 wurden alleine in Deutschland etwa eine Million Zahnimplantate eingesetzt. Bei circa zehn Prozent der Implantate treten Probleme auf. Die übliche Behandlung bei Infektionen erfolgt meist mechanisch oder mit lokal angewendeten Antibiotika.

Bei der neuen, noch im Test befindlichen, Methode dient je ein Implantat als Kathode (Minuspol) und eines als Anode (Pluspol). Es entsteht eine Spannungsfeld, das eine Elektrolyse verursacht, wodurch Wassermoleküle an der Kathode in Hydroxid-Ionen zerlegt werden. Dadurch steigt der PH-Wert an der Kathode, während er an der Anode sinkt. Es entsteht eine saure Lösung, die Oxidative erzeugt. Jene wiederum desinfizieren sehr effektiv den gesamten Mundhöhlenraum.