05.08.2011 11:38 Age: 8 yrs
By: A. Lerch

Parodontitis-Erkrankungen weit verbreitet ? Risiko für Diabetiker


Die Deutsche Mundgesundheitsstudie IV weist darauf hin, dass parodontale Erkrankungen in den letzten Jahren eher gestiegen sind. Etwa 53 Prozent der Erwachsenen leiden unter einer mittelschweren Parodontitis, 21 Prozent sogar unter einer schweren.

 

Als Risikofaktoren werden Rauchen, schlechte Mundhygiene, Stress und systemische Erkrankungen angegeben. Seit einiger Zeit wird in der Wissenschaft auch immer wieder auf Korrelationen zwischen der Krankheit Diabetes und Paradontitis hingewiesen.

 

Paradontitis steht in Abgrenzung zu einer Paradontose für die Bezeichnung einer Entzündung des Zahnbettes und nicht für einen Gewebeschwund und damit verbundene Prozesse. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wird zwischen diesen beiden Begriffen in der Zahnmedizin unterschieden, die oft umgangssprachlich synonym verwendet werden

 

Gerade für die ca. 8 Millionen in Deutschland lebenden Diabetiker spielt Paradontits eine gesonderte Rolle, die Besuche beim Zahnarzt in regelmäßigen Abständen erfordern. Die Zuckererkrankung Diabetis schwächt das natürliche Immunsystem und somit können sich wesentlich leichter Bakterien in der Mundhöhle vermehren. Diabetiker sollten immer auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen achten.

 

Aufgrund der Tatsache, dass bei einer möglichen chronischen Entzündung des Mundraumes die Resistenz gegenüber Insulin bei den Zellen anwächst, sind Zahnarztbesuche in regelmäßigen Abständen unumgänglich. Es kann nämlich zu einer Senkung der Blutzuckerwerte kommen und damit ist es für Ärzte dann schwieriger die akkurate Dosierung der Medikamente zu bestimmen.